Matthäikirchengemeinde Hannover - Wülfel

Orgel

auf dieser Seite:
- Konzerte


- über die Orgel

- Disposition

- Fotos

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Konzerte

Quelle: Konzerte
Konzerte finden in der Regel von Januar bis Mai

am zweiten Samstag des Monats statt.

Der Beginn ist um 17.00 Uhr, der Eintritt ist frei.
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über die Orgel

Musik ist die Sprache der Engel

Kaum ein anderes Musikinstrument versucht daher auch mehr als die Orgel, "himmlische Musik" erklingen zu lassen. Besonders in großen Orgeln, früher auch in kleineren romantischen Orgeln gab es "Engelsstimmen", also Register mit den Namen "Vox coelestis" oder "Vox angelica". Auch die erste Orgel der Matthäi-Kirche wurde 1930 um solch ein Register erweitert.

Die Orgel wird zu Recht die Königin der Instrumente genannt und kein Instrument kann sich mit ihr an Tonumfang und Tonstärke vergleichen. Die Orgel kann mit ihren Registern in verschiedenen Kombinationen ein breites Spektrum an Klangfarben erzeugen, das nahezu dem eines ganzen Orchesters entspricht.

Eine kleine Kapelle braucht eine andere Orgel als ein großer Konzertsaal. Aber auch der Zeitgeschmack und der persönliche Stil des Orgelbauers entscheiden über die Art des Baus und den Klang einer Orgel. Somit gleicht keine Orgel einer anderen.

In der Geschichte der Matthäi-Kirchengemeinde ist die heutige Orgel bereits das zweite Instrument. 1911/12 wurde zeitgleich mit der Fertigstellung des damaligen Kirchengebäudes eine erste spätromantische Orgel von Furtwängler & Hammer mit 21 Registern, 2 Manualen und vermutlich fast 1.200 Pfeifen gebaut.

Unglücklicherweise wurde während des Krieges die Kirche und die Orgel komplett zerstört. Das etwas verkleinerte und im modernen Stil wieder aufgebaute Kirchengebäude, eingeweiht 1956, wurde so bald wie möglich mit einer anderen, nun neobarocken Orgel ausgestattet.

Einen ersten Bauabschnitt der neuen Orgel hatte die Firma Hammer bereits 1956 fertig gestellt, 1958 war der Aufbau beendet. Diese Orgel hat 20 Register, 2 Manuale und rund 1550 Pfeifen. In ihrer klanglichen Grundgestaltung entsprach die Orgel den Vorschlägen, die von der Orgelbaufirma Hammer erstellt wurden. Schon diese nahmen wohl stark Vorgaben auf, die der damalige Orgelrevisor Drömann machte.

Entgegen ersten anderen Planungen initiierte der Revisor es auch, die Orgel mittig auf der Empore aufzustellen. Der Architekt Habermann, der ebenfalls das neue Kirchengebäude entwarf, lieferte den Plan für die neobarocke Prospektgestaltung.

Anfangs wurde darüber nachgedacht, nur eine elektronische Orgel anzuschaffen. Es war ein Glücksfall, dass sich die Gemeinde letztlich für den Bau einer mittelgroßen und nur in mehreren Bauabschnitten finanzierbaren Orgel entschied, welche durch ihre Qualität und ihr Klangbild bis heute eine gewisse Bedeutung als Kulturgut in Wülfel hat.

Obgleich jede Orgel letztlich ein einmaliges Kunstwerk ist, so gleicht ihre Mechanik doch einer komplizierten Maschine. Im Laufe der Zeit kann immer wieder etwas schadhaft werden. So gab es auch an der Orgel der Matthäi-Kirchengemeinde kleine und große Reparaturen sowie einige grundlegende Reinigungen. Die erste große Grundüberholung 1973 wurde genutzt, um eine Klangveränderung vorzunehmen. In den Anfangsjahren hatte die Orgel eine sehr neobarocke Intonation: der Klang war obertönig, hauchig und fundamentlos. Das wurde als nicht mehr zeitgemäß empfunden und so wurde der Klang in vielen Bereichen verändert.

1983 wurden weitere größere Reparaturen notwendig. Unter anderem wurden die Gummitücher der Bälge ersetzt und die alten Lederpulpeten durch Bleipulpeten.

Die bisher letzte Grundüberholung wurde im Juli /August 2006 von der Firma Hammer (Hemmingen) durchgeführt, nachdem die Finanzierung der mit rund 22.000 Euro veranschlagten Arbeiten gesichert war. Die Orgel wurde komplett gesäubert und ihre Mechanik überprüft. Gleichzeitig konnten die letzten Schwächen der Intonation weitgehend behoben werden, der Klang zeigt jetzt deutlich mehr Präsenz und hat an Charakter gewonnen. Dazu stieg derWinddruck in allenWerken um gut 10mm/Wassersäule und beträgt im Hauptwerk und Pedal nun 72, im Brustwerk 64mm/Wassersäule.

Der Starke Dulzian 16´ im Pedal konnte nicht angemessen überarbeitet werden und musste einer Posaune 16´ mit voller Becherlänge und Holzkehlen weichen. Um der Orgel nach der klanglich sehr erfolgreichen Grundüberholung eine geschlossene (neo-)barocke Gestalt zu geben, wurde erstmals eine leicht ungleichschwebende Temperierung bei der Orgelstimmung zu Grunde gelegt.

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n.T.

Disposition

Hauptwerk

1) Quintadena 16´

2) Principal 8´

3) Rohrflöte 8´

4) Octave 4´

5) Spiztflöte 4´

6) Octave 2´

7) Sesquialtera 2-fach

8) Mixtur 4 fach

9) Trompete 8´

Brustwerk

10) Gedackt 8´

11) Gedacktflöte 4´

12) Schwiegel 2´

13) Quinte 1 1/3´

14) Scharff 4-fach

15) Krummhorn 8´

Pedal

16) Subbaß 16´

17) Principal 8´

18) Gemshorn 4´

19) Mixtur 3-fach

20) Posaune 16´

Nebenregister

21) Tremulant Brustwerk

Koppel I-II

Koppel Ped-I

Koppel Ped-II

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