Matthäikirchengemeinde Hannover - Wülfel

Aktuelles - 2

Information Coronavirus

"Wir tragen Verantwortung für die uns anvertrauten Menschen und tun das uns mögliche, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen"
 
Mittlerweile hat sich die Lage im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie in Hannover deutlich verschärft. Alle öffentlichen Kultureinrichtungen in der Stadt und Region Hannover werden geschlossen, dies gilt auch für die Oper und das Schauspielhaus.


Die Ev.-luth. Landeskirche Hannovers empfiehlt die Absage aller Gottesdienste, Andachten, Konzerte, Vorträge und Gemeindeveranstaltungen bis einschl. Sonntag nach Ostern.


Aus diesem Grund finden ab sofort auch in der Matthäikirche keine Gottesdienste, Andachten, Konzerte, Vorträge und Gemeindeveranstaltungen statt.


Wir weisen im Blick auf die Gottesdienste auf die Möglichkeit hin, Gottesdienste am Sonntagmorgen im Hörfunk und Fernsehen zu verfolgen.
 
Pastorin Koeppler ist unter der Nummer 0151-64633288 oder unter der Email-Adresse koeppler@kirchliche-dienste.de  gerne für Sie erreichbar.


Selbst die Empfehlung, Kirchen und Gemeindehäuser für Gebet und Stille geöffnet zu halten, wurde aufgrund der aktuellen Entwicklungen am 15. März zurückgenommen, so dass wir uns gezwungen in dem o. g.  Zeitraum auch auf die "Offene Kirche" zu verzichten.


Wir bitten herzlichst um Ihr Verständnis.


Sollten sich Änderungen ergeben, werden wir Sie über Schaukasten und Homepage informieren.


Eine Andacht für zu Hause

Liebe Gemeinde,  Weil wir in Krisenzeiten wie diesen besonders Halt, Besinnung und Trost suchen, möchte ich folgende Gedanken mit Ihnen / Euch teilen.  Die kommenden Sonntage bleibt auch die Kirchentür von Matthäi wegen der Ansteckungsgefahr durch das Corona-Virus geschlossen. Bisher war nichts so sicher wie das Amen in der Kirche und der sonntägliche Gottesdienst. Zu allen Krisenzeiten haben sich Menschen in den Kirchen versammelt, um gemeinsam zu beten und zu singen. Sie haben aus der Gemeinschaft Kraft gezogen und im Gebet Zuversicht erfahren. Doch heute haben wir es mit einer Krise zu tun, die all das nicht mehr möglich macht. 


Die bleibt Tür zu. Keine persönlichen Kontakte mehr. Sicherheit geht vor! Wir helfen einander, indem wir körperlich auf weiten Abstand gehen. Vieles, wonach wir uns ganz natürlich sehnen, ist im Augenblick nicht mehr möglich.


Die Einschränkungen für unseren Alltag, die wir gerade erleben, sind dabei ebenso gravierend wie nötig: Schulen und Kindergärten, auch unsere Matthäi-Kita, sind geschlossen, Spielplätze gesperrt. Vereine dürfen weder Versammlungen noch Trainings abhalten und Seniorenheime nicht mehr besucht werden. Lange geplante Feiern und Veranstaltungen mussten abgesagt, Urlaube und sogar Operationen verschoben werden. Cafés und Restaurants schließen, Fußballspiele fallen aus. Und in manchen Geschäften werden zu Stoßzeiten Klopapier und Nudeln knapp. Diese Situation ist außergewöhnlich. Sie betrifft uns alle. Und sie bereitet vielen Sorge.


Der Reformator Martin Luther soll einmal dieses bildliche Wort gesagt haben: „Dass die Vögel der Sorge und des Kummers über deinem Haupt fliegen, kannst du nicht ändern. Aber dass sie Nester in deinem Haar bauen, das kannst du verhindern.“ Heute, 500 Jahre nach Luther, scheint diese Aussage wieder aktuell zu sein. Denn die „Vögel der Sorge und des Kummers“ kreisen derzeit über uns allen. Wir sorgen uns um unsere Gesundheit und die unserer Freundinnen und Freunde, unserer Eltern und Großeltern. Mancher bangt um seine berufliche Existenz. Und vielen macht die soziale Isolation zu schaffen. All diese Sorgen sind verständlich. Und dennoch müssen wir nicht akzeptieren, dass sie sich bei uns einnisten.


Denn auch ohne die Gemeinschaft des Gottesdienstes haben wir in Gott einen Helfer, der unsere Bitten erhören und die „Vögel der Sorge und des Kummers“ verscheuchen kann. Auf ihn dürfen wir gerade in diesen Tagen all unsere Last werfen, damit er uns hilft, sie zu tragen. Gott selbst hat in Jesus Christus Leid erfahren. Daran denken wir jetzt in der Passionszeit, der Leidenszeit, ganz besonders. Gott weiß, wie sich unsere Sorgen anfühlen. Und er fühlt mit uns mit.


Er ist der Gott allen Trostes, „der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis, damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott“ (2Kor 1,4). So schreibt es der Apostel Paulus in der Epistel, der Brieflesung, die wir an diesem Sonntag im Gottesdienst gehört hätten. 


Im Leben, Sterben und Auferstehen Jesu hat Gott all unserem Leid und selbst dem Tod die Macht genommen. Er lässt uns nicht allein und sagt uns mit lauter Stimme zu: „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“ (Jes 66,13a) Wer sein Herz für diesen Trost öffnet, der muss auch an der schwersten Krise nicht verzweifeln.


Liebe Leserin, lieber Leser, Gott steht an Ihrer Seite. Auch die Matthäi-Gemeinde ist gerade jetzt für Sie da. 


Melden Sie sich gerne per Email oder Telefon im Gemeindebüro (Tel.: 864145) oder direkt bei Ihren Pastor(inn)en (Pastorin Koeppler Tel.: 0151-64633288 o. koeppler@kirchliche-dienste.de)


Gemeinsam verhindern wir das Einnisten der „Vögel der Sorge und des Kummers“! 


Auch wenn unsere Kirchentür in diesen Zeiten geschlossen bleibt und wir zu Hause bleiben müssen, dürfen wir stets darauf vertrauen, dass Gottes Tür für uns immer offen steht. Bleiben Sie behütet!


Amen.


 


Wären wir gemeinsam in der Kirche würden wir vielleicht dieses Lied aus Taizé miteinander singen: 


 


Meine Hoffnung und meine Freude,


meine Stärke, mein Licht,


Christus, meine Zuversicht!


Auf Dich vertrau’ ich und fürcht’ mich nicht,


Auf Dich vertrau’ ich und fürcht’ mich nicht.


(Von Jacques Berthier, freiTöne,Nr. 43)


 


Die Epistel für den Sonntag Lätare am 22. März 2020 steht im 2. Brief an die Korinther 1,3-7:


3 Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes,


4 der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis, damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.


5 Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden wir auch reichlich getröstet durch Christus.


6 Werden wir aber bedrängt, so geschieht es euch zu Trost und Heil; werden wir getröstet, so geschieht es euch zum Trost, der sich wirksam erweist, wenn ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir leiden.


7 Und unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: Wie ihr an den Leiden teilhabt, so habt ihr auch am Trost teil.


(Übersetzung nach M. Luther 2017)


 


Ein Gebet


für die, die am meisten gefährdet sind


(Nach Cameron Wiggins Belim)


 


Wir, die wir nur Unannehmlichkeiten haben, denken an die, deren Leben auf dem Spiel steht.


Wir, die wir bisher nicht gefährdet sind, erinnern uns an die Schwächsten.


Wir denken an die, die sich sorgen müssen, wie sie ihre Miete zahlen.


Wir denken an die, die keine Möglichkeiten haben, für ihre Kinder zu sorgen, wenn die Schulen und Kindergärten schließen.


Wir, die unsere Reisen absagen müssen, denken an die, die keinen sicheren Ort haben.


Wir, die wir unsere Gewinne im Tumult der Wirtschaft verlieren, denken an die, die überhaupt keinen finanziellen Spielraum haben.


Wir, die wir zu Hause bleiben müssen, denken an die, die kein zu Hause haben.


Wenn Angst unser Land erfasst,


Lasst uns die Liebe wählen.


In dieser Zeit, in der wir unsere Arme nicht ausstrecken und uns umarmen können,


Lasst uns Wege finden, die liebende Umarmung Gottes zu sein


für unsere Nächsten.


Amen.


 


Segen


Der Ewige segne Dich und behüte Dich.


Der Ewige lasse leuchten sein Angesicht über Dir und sei Dir gnädig.


Der Ewige erhebe sein Angesicht auf Dich und gebe Dir Frieden.


Amen.